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30.08.2016

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Ortsbürgermeister
Hauptstraße 26
66904 Brücken/Pfalz
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Donnerstag von 17:00 - 19:00 Uhr


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Wie der Ortsname ''Brücken'' entstand

Wie schon der Ortsname Brücken, mundartlich "Brigge", deutlich macht, ist das Dorf bei einer Brücke entstanden, die in der heutigen Ortslage über den Ohmbach führte. Umrahmt vom Westpfälzer Hügelland, im landschaftlich reizvollen Ohmbachtal gelegen, hat sich die Ortsgemeinde Brücken in den zurückliegenden Jahren zu einer attraktiven und gepflegten Wohngemeinde entwickelt, ohne ihren dörflichen Charakter zu verlieren. Hervorzuheben sind insbesondere die gute Versorgung durch Handel und Dienstleistungsbetriebe sowie die überregionalen Verkehrsanbindungen.
Bekannt geworden ist Brücken über seine Grenzen hinaus durch Isidor Triefus. 1888 gründete Isidor Triefus das Diamantschleifergewerbe, indem er auf der Neumühle zwischen Ohmbach und Brücken die erste pfälzische Diamantschleiferei einrichtete. Heute ist dieser schöne Berufszweig fast "ausgestorben", doch Brücken erhielt sich in den Herzen der Einwohner den Stolz, die pfälzische Diamantschleifer - Region zu sein. Dieser Stolz drückt sich unter anderem durch die Einrichtung eines Diamantschleifermuseums aus.

Anfahrt

Strassenkarte Bruecken

Das Wappen

Wappen von BrueckenDas Wappen der "Brigger" zeigt in der oberen Hälfte den rot gekrönten Pfälzer Löwen. In der erhobenen rechten Vorderpranke hält er den goldenen Berghammer. In der unteren Wappenhälfte ist eine doppelbogig gemauerte Brücke, die am Mittelpfeiler mit einem silbern strahlenden Diamanten belegt ist.
Das Wappen ist ein sogenanntes "redendes Wappen", da es eine Brücke zeigt, die namensgebend für die Gemeinde war. Der Kurpfälzer Löwe ist das Sinnbild dafür, dass Brücken über 350 Jahre zur Kurpfalz gehörte.
Der Bergschlegel symbolisiert den früher hier betriebenen Bergbau.
Wirtschaftlicher Schwerpunkt der Gemeinde war rund ein Jahrhundert die Diamantschleiferei, an den der Diamant erinnert.
In den ersten urkundlichen Erwähnungen 1372 und 1420 heißt der Ort Brucken. Ab dem 16. Jahrhundert setzt sich die Schreibweise Brückhen(1592) / Brücken (1611) durch. Brücken (Pfalz) ist seit dem 14. Januar 1954 der amtliche Gemeindename, nachdem der Antrag der Gemeinde zur Führung des Zusatzes "Pfalz" damals von der rheinland-pfälzischen Landesregierung genehmigt worden war.

"Do hat's doch die karätisch Gesellschaft met de weiße Diamande besser, Kintschler, an feine Dame Feier gebrung."

1888 gründete Isidor Triefus die erste Diamantschleiferei in Brücken. Die Londoner Diamantenhändler Bild aus einer Diamantschleifereiließen damals die Rohware selbst schleifen und konnten dadurch ihren Gewinn um ein Beträchtliches steigern. Dies gab wohl vor allem für Triefus den Ausschlag, die Gründung eines eigenen Betriebs in Erwägung zu ziehen. Im Januar 1907 errichtete die 1892 in Hanau gegründete Firma Daßbach und Geier in Brücken eine Zweigniederlassung. DoppenEs war das erste Konkurrenzunternehmen für die Diamantschleiferei Triefus. Einige der Diamantschleifer waren technisch begabt und bestrebt, die Werkzeuge für die Diamantbearbeitung zu verbessern.

Der von Philipp Amann 1928 entwickelte und patentierte "Pfälzer Doppen" - auch "Amann - Doppen" genannt - der heute noch benutzt wird, wurde den Anforderungen am besten gerecht und setzte sich überall durch. In allen Ländern der Erde, in denen Diamanten bearbeitet werden, sind Maschinen der Firma Amann im Einsatz.

MuseumDie Diamantschleiferei, die über viele Jahrzehnte das Leben der Menschen in Brücken, dem "pfälzischen Diamantendorf", beeinflusst und bestimmt hat, ist nun fast schon ein Relikt aus vergangenen Tagen. Im Dezember 1998 wurde das neue Diamantschleifermuseum in Brücken eingeweiht. Museum innenIm Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss des ehemaligen Schwesternhauses der katholischen Pfarrei Brücken findet auf einer Fläche von über 150 m2 die ständige Ausstellung statt. Neben einer kompletten funktionstüchtigen Diamantschleiferei gibt es einen Medienraum, in dem Ton- und Bilddokumentationen gezeigt werden. Im Erdgeschoss des Gebäudes neben dem Museum ist ein kleiner Schmuckladen "Nina's Goldschmiede" integriert.
An das bestehende Schwesternhaus wurde ein zweigeschossiges Gebäude angebaut. Dort befindet sich das Museumscafé "Brillant" und im Obergeschoss ein großer Saal für Wechselausstellungen, der mit dem Museumsbereich gekoppelt werden kann. Dieser Saal bietet auch Platz für kulturelle Veranstaltungen oder andere Festlichkeiten.

Die pfälzische Diamantschleifer - Zentrale

"Schdraußbuwe! Wemm iss die Kerb? - Unser! Die Brigger Kerb soll läwe! - Hoch!"

Brigger KerweAm zweiten Wochenende im September wird die "Brigger Kerb", das hiesige Kirchweihfest, gefeiert. Dieses Fest mit dem traditionellen Kerwebrauchtum hat sich in Brücken bis heute seine besondere Bedeutung im dörflichen Leben erhalten. Die Straußjugend trifft sich schon Wochen vorher, um die Kerwe anzugehen. Die meiste Arbeit ist dabei das "Knibbeln" des Kerwestraußes, der erst seit Anfang der sechziger Jahre aus einem Fichtenstamm besteht, an den bis zu 25.000 Papierstreifen, an langen Schnüren dicht aufgereiht, angebunden werden. Früher wurde als Kerwestrauß eine junge Fichte verwendet, an deren Zweigen bunte Bänder, Schleifen und Glanzpapier befestigt waren. Traditionell wird die "Brigger Kerb" 4 Tage gefeiert und ist heute wie früher ein Termin, zu dem viele ehemalige Brücker ihre Heimatgemeinde besuchen

HütteVereine gehören zu den wichtigsten Akteuren im dörflichen Leben. Eine rege Vereinstätigkeit ist immer auch ein Zeichen intakter Dorfgemeinschaft. In Brücken gibt es derzeit über 40 Vereine und Gruppierungen, in denen man sportlich, kulturell, politisch oder einfach gesellschaftlich aktiv sein kann. Die Anfänge des hiesigen Vereinslebens reichen bis weit ins 19. Jahrhundert zurück, obwohl die meisten der heutigen Vereine erst nach dem zweiten Weltkrieg gegründet wurden.
Quelle: Broschüre der Ortsgemeinde Brücken